Grusswort Symposium der medizinischen Klinik

Grusswort
1. September 2022

Geschätzte Damen und Herren
Sehr geehrte Referentinnen und Referenten
Lieber Daniel Franzen
Liebe Musiker
Liebe Gäste

Ganz herzlich willkommen hier in Uster, im Stadthofsaal, im Zentrum unserer Stadt.

Der Titel des 1. Ustermer Symposiums der medizinischen Klinik des Spital Uster lautet «Neues und Bewährtes». Sie sind hierhergekommen, um spannende Referate zu hören, sich weiterzubilden und um sich auszutauschen. Wenn ich mir die Titel in ihrem Programm ansehe, wird es mir als Nichtmedizinerin fast ein bisschen schwindlig. Aber ich kann erahnen, dass hier sehr viel Fachkompetenz zusammenkommt heute Nachmittag und dass ich mich, falls einmal nötig, auf eine exzellente medizinische Versorgung in unserem Land, Kanton, speziell aber auch in Uster verlassen kann. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön für ihre tägliche wertvolle Arbeit.

Ich bin Stadtpräsidentin von Uster, drittgrösste Stadt im Kanton Zürich mit 36'000 Einwohnenden, und mit ganz vielen unterschiedlichen Themen konfrontiert. Ein Thema, dass mich aber in den letzten Monaten ausserordentlich stark beschäftigt hat, ist die Zukunft des Spital Uster. Die Stadt Uster ist mit fast 50% Beteiligung, zusammen mit 9 weiteren Gemeinden in der Region Trägerin des Spitals. Wir in Uster sind als Standortgemeinde stark mit dem Spital verbunden. Es ist, neben der Stadtverwaltung Uster, die grösste Arbeitgeberin in unserer Stadt und ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor.

Die letzten Wochen und Monate waren aber eine harte Zeit. Alle, die aus dem Kanton Zürich kommen, wissen es: im Frühling wurde bekannt, dass die Gesundheitsdirektion dem Spital Uster nur befristete Leistungsaufträge erteilen will. Dies löste eine enorme Verunsicherung aus, wie soll es weitergehen, werden die Türen des Spitals schliessen müssen?

Nein, das kann es nicht sein. Das Spital Uster, die ganze Region, die Trägergemeinden, die politischen Parteien, Wirtschaftsverbände, Fachvereinigungen, auch der Stadtrat Uster haben sich angefangen zu wehren. Die Politik in Uster war sich von links bis rechts einig, und das kommt selten vor! dass das Spital Uster eine Zukunft haben muss. Dafür wollten wir uns einsetzen, dafür haben wir gekämpft!

Zusammen mit den zehn Trägergemeinden hat sich der Stadtrat in seiner Vernehmlassungsantwort im Mai 2022 dezidiert für den Erhalt des Spital Uster eingesetzt. Ende Juni hat sich der Stadtrat dann mit einem offenen Brief an den Gesamtregierungsrat gewendet. Und im Hintergrund haben zahlreiche Gespräche stattgefunden. Ganz entscheidend war auch der grosse Einsatz der Spitalverantwortlichen, die sich mit der Gesundheitsdirektion mehrfach getroffen und nach zukunftstauglichen Lösungen gesucht haben.

Dann kam der Zeitpunkt, wo wir alle gespannt und auch mit Sorge auf den Entscheid des Regierungsrates gewartet haben.

Heute Morgen nun hat die Gesundheitsdirektion zur Spitalplanung 2023 informiert. Wir wissen es taufrisch, der Entscheid ist für das Spital Uster positiv ausgefallen. Ich bin überzeugt, dass im Moment, als das Resultat bekannt wurde, Uster und die ganze Region erleichtert aufgeschnauft hat.

Die provisorischen Leistungsaufträge sind vom Tisch!  Der Regierungsrat verzichtet also darauf, dem Spital Uster die Leistungsaufträge nur befristet zu erteilen. Als Grund nennt er die mittlerweile wieder viel besseren Zahlen des Spital Uster. Ausserdem haben sich die Verantwortlichen vom Spital wie schon erwähnt intensiv mit der künftigen Ausrichtung des Spital Uster auseinandergesetzt und ein Versorgungskonzept eingereicht. Der Regierungsrat unterstützt diese Stossrichtung. Eine Bedingung ist, dass das Spital Uster in drei Jahren nachweisen muss, dass es die wirtschaftliche Stabilität auch langfristig aufrechterhalten kann. Dies ist - glaube ich - im Sinne aller.

Das Spital Uster hat wieder eine Zukunft! Die Stadt Uster und ich persönlich bin hocherfreut, dass wir heute an diesem Punkt stehen. Ganz viele Menschen haben sich dafür stark gemacht. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die sich für das Spital Uster ins Zeug gelegt haben. Es hat sich gelohnt.

Ja, es ist keine einfache Zeit für das Spital Uster gewesen - in den letzten Monaten und auch in den vergangenen Jahren. Es ist eine lange, anstrengende Reise gewesen mit Entbehrungen, Tiefschlägen und Unsicherheiten. Und sozusagen «obendrauf» sind noch Corona und finanzielle Schwierigkeiten gekommen.  In dieser belasteten Zeit hat es aber auch positive Momente gegeben. Das waren aus meiner Sicht vor allem alle jene Menschen, die trotz aller Probleme an das Spital geglaubt haben. Sie haben weitergearbeitet, Reformen angestossen, Abläufe verbessert, die finanzielle Situation des Spital verbessert, Alternativen geprüft, Gespräche geführt, in die Zukunft geschaut, ihr Umfeld motiviert – und nicht aufgegeben.

Und gerade jetzt braucht es diese positive Energie, um weiterzumachen. Das heutige Symposium ist genau eines dieser Mosaiksteine, das aufzeigt: das Spital Uster hat und kann etwas bieten und darauf dürfen wir stolz sein!

Der Stadtrat Uster hat immer wieder betont, dass er eine hochwertige Gesundheitsversorgung im Oberen Glattal und im Zürcher Oberland sicherstellen will. Da wird er auch in Zukunft dranbleiben. Zusammen mit allen Beteiligten werden wir das schaffen!

Ich danke Ihnen für’s Zuhören.

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