Einleuchten Weihnachtsbeleuchtung

Rede zur Eröffnung des Stadtfest 2025
5. September 2025

 

Liebe Ustermerinnen und Ustermer
Liebe Gäste, Freundinnen und Freunde unserer Stadt

Es freut mich ausserordentlich, dass ich Sie alle heute hier am Stadtfest Uster 2025 willkommen heissen darf! Es freut mich, dass Sie nicht nur den Weg hierher gefunden haben, sondern auch das gute Wetter mitgebracht haben.

Dieses Fest ist mehr als nur ein Anlass im Kalender. Es ist ein Spiegel unserer Gemeinschaft – bunt, vielfältig, lebendig. Es zeigt, was Uster ausmacht: Menschen aus unterschiedlichsten Hintergründen, die zusammenkommen, um gemeinsam zu feiern, zu lachen und Erinnerungen zu schaffen.

Ein Stadtfest bedeutet nicht nur Musik, Kulinarik und Unterhaltung – es bedeutet, für mich fast das Wichtigste, auch Begegnungen. Fremde Gesichter werden zu bekannten, Nachbarn kommen ins Gespräch. Wir spüren, dass unsere Stadt weit mehr ist als Häuser und Strassen: Sie ist ein Ort, an dem wir füreinander da sind.

Das Stadtfest 2025 steht unter dem Motto „Mir sind Uschter“. Dieses Motto ist Programm: Es verbindet Generationen, Kulturen, Vereine, Geschäfte und Institutionen. Jede und jeder trägt etwas bei – ob mit einem Stand, einer Darbietung oder einfach mit der eigenen guten Laune. Alle machen mit.

Dieses Jahr ist für uns ja ein ganz besonderes Jahr:

Uster feiert sein 1250-jähriges Jubiläum. Ein stolzes Alter, das uns bewusst macht, wie tief die Wurzeln unserer Stadt reichen. Von den ersten Erwähnungen 775 n. Chr, über die Zeit der Industrialisierung mit der Textilfabrik am Aabach, bis hin zur modernen, lebendigen Stadt von heute – Uster war immer ein Ort des Wandels, der Innovation und der Begegnung.

Wenn wir nun das Stadtfest feiern, dann knüpfen wir an diese lange Geschichte an.

Lassen Sie mich dazu kurz zurückblicken: Im 8. Jahrhundert stifteten haben zwei alemannische Adelsfamilie ihre Ländereien dem Kloster St. Gallen. Das hat ein Schreiber im Dienste des Klosters St. Gallen in den Urkunden aufgeschrieben. So ist es dazu gekommen, dass der Name «Ustra» zum ersten Mal schriftlich festgehalten wurde. Das hat die Leute damals vermutlich nicht gross interessiert, sie wussten ja, wie ihr Dorf heisst, und lesen konnten sie sowieso nicht. Vielleicht wären sie erstaunt, dass wir 1250 Jahre später so viel Aufhebens darum machen.

Warum, und was feiern wir dieses Jahr also eigentlich?

Erstens ist es faszinierend, dass unser Ort bereits so lange existiert. Wir können davon ausgehen, dass er noch viel älter ist als 1250 Jahre. Die Urkunde und die Niederschrift dabei ist aber wie ein Anker, der die Herkunft von Uster in der Zeit festmacht. Dieser grosse historische Bogen von 775 bis heute strahlt Beständigkeit aus und schenkt uns - als Teil unserer Identität - etwas Ruhe und Gelassenheit. Stellen sie sich vor, der Greifensee war seit der Letzten Eiszeit schon immer da. Er wird auch in Zukunft da sein. Der Aabach floss schon immer durchs Aathal durch Uster in den See, er wird es auch in Zukunft tun.

Zweitens ist es schön, dass unsere heutige Stadt seit 1250 Jahren den gleichen Namen trägt. Nie ist er verändert worden. Wir alle, früher wie heute, verbinden mit dem Namen Uster (gieriger, gefrässiger Bach) den gleichen Ort am Greifensee! Wir stehen in einer Reihe von Generationen, die hier gelebt, gearbeitet, gefeiert und ihre Stadt geprägt haben. Und wir setzen dieses Kapitel weiter fort. Wir sind Teil von einer gemeinsamen jahrtausendalten Geschichte und das wollen wir dieses Jahr feiern!

Vor 50 Jahren haben wir ein fulminantes Fest zum 1200-jährigen Jubiläum der Stadt gefeiert. Alle, die dabei waren, mögen sich noch erinnern. Tja, und in 50 Jahren wird es den heutigen Kindern dann vermutlich gleich gehen wie nun mir. Ihr werdet euch ebenso, so hoffe ich, an ein tolles Fest erinnern.

Mein besonderer Dank gilt allen, wirklich allen, die dieses Fest überhaupt möglich gemacht haben. Dem OK, den Helferinnen und Helfern, den Vereinen, den Sponsorinnen und Sponsoren sowie der Stadtverwaltung. Ohne Euer Engagement gäbe es heute keine Bühne, keine Musik, ganz zu geschweigen von den unzähligen Attraktionen, die sich auf dem Festgelände finden.

Lassen Sie uns also dieses Jubiläumsjahr und dieses Stadtfest geniessen: mit offenen Herzen, guter Musik, feinem Essen und fröhlicher Geselligkeit. Lassen Sie uns zeigen, dass Uster eine Stadt ist, die wirklich lebt, friedlich, offen und ganz vielfältig. Eine Stadt, die stolz auf ihre Geschichte zurückblickt – und voller Zuversicht in die Zukunft.

Ich wünsche uns allen ein unvergessliches Stadtfest 2025.

Vielen Dank – auf Uster!

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