Personalfest Impfzentrum Buchholz
Ansprache am Personalfest
9. April 2022
Liebe Mitarbeitende des Impfzentrums Uster
Lieber Joel Meier
Liebe Vertreter und Vertreterinnen des Spital Uster, der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich
Liebe Gäste
Herzlichen Dank für die Einladung zu Ihrem Fest, herzlichen Dank, dass ich hier dabei sein darf.
Das Impfzentrum Uster war – und ist – eine Erfolgsgeschichte, auch für die Stadt Uster. Damals, vor wenig mehr als einem Jahr im trüben Januar, kam der Aufruf, ein Impfzentrum aufzustellen. Wir alle wussten nicht, wie wir diese logistische Hauruck-Übung einer Massenimpfung meistern sollten. Aber, Sie, wir haben es geschafft: Dank einem enormen Engagement des Spitals Uster in Zusammenarbeit mit dem Team um Joel Meier und schliesslich eben dank dem unermüdlichen Einsatz aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Einfach vielen Dank Ihnen Allen!
Ich habe mich natürlich auch in Uster impfen lassen. Meine eigenen Erfahrungen waren sehr gut. Ich kann Ihnen versichern, die Rückmeldungen zum Impfzentrum Uster waren während dieser ganzen Zeit ausnahmslos positiv. Ich habe viel Lob und Dank gehört: alles liefe wie am Schnürchen, das Personal sei überaus freundlich, perfekte Organisation. Und – und das macht vielleicht auch den kleinen Unterschied zu anderen Impfzentren aus, die Location sei einfach cool. Das Impfzentrum wurde einmal mit „Frau Gerold’s Garten“ in Zürich verglichen Der Aspekt des sich Wohlfühlens, zusätzlich zu den vielen medizinischen Themen, wurde hier in Uster gross geschrieben. Man spürte, wie sich die Welt der Kultur und der Eventbranche mit der Welt des Gesundheitswesens verband. Idealtypisch und zum Nutzen aller.
Als Stadtpräsidentin und damit auch als oberste Kulturverantwortliche hat es mich ganz besonders gefreut, dass wir im Impfzentrum Uster sozusagen in einem auch zu einem kleinen Museum gekommen sind. Die Idee, das Impfzentrum mit Kultur und Kunst zu kombinieren fand ich grossartig. Künstler und Künstlerinnen fanden während der schwierigen Coronazeit Gelegenheit, ihre Kunst auszustellen, den Besuchenden und Mitarbeitenden konnte dadurch ein Zusatzbenefit geboten werden. Auch die Aussenanlage, mit viel Liebe gestaltet, erfreute das Auge, das Herz und die Seele. Unvergessen bleibt mir meine Boosterimpfung am Weihnachtsmorgen, 24. Dezember 2021, das war atmosphärisch eine perfekte Einstimmung in die Weihnachtsfestivitäten.
Ich weiss, dass für sie natürlich das Impfen und damit die ganze Logistik und die Abläufe im Vordergrund standen, aber für die vielen Tausenden Besuchenden hat der gesamte Auftritt des Impfzentrums mit Bestimmtheit auch einen prägenden Eindruck hinterlassen.
Um eine solchen Kraftakt wie den Aufbau eines Impfzentrums innerhalb kürzester Zeit auf die Beine zu bringen, braucht es einiges. Am wichtigsten scheint mir dazu folgendes:
Es braucht initiative Menschen, die anpacken, die daran glauben, dass es gelingen kann. Das haben die Verantwortlichen des Spital Uster gemacht, das hat Joel Meier mit seinem Team bewiesen.
Es braucht aber auch viel Koordination und Zusammenarbeit. Als seitens Kanton Zürich klar kommuniziert wurde, dass unser Impfzentren in der Region nicht auf dem Flugplatz Dübendorf, wie ganz ursprünglich angedacht, sondern in Uster zu stehen kommen sollte, mussten viele Hebel in Bewegung gesetzt werden.
Ich habe damals als Verwaltungsrätin des Spitals Uster und als Stadtpräsidentin gesagt, wir schaffen das, wir bieten seitens Stadt Uster Hand, wo wir können.
Innert kürzester Zeit konnten wir die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung zusammentrommeln. Es galt vieles zu tun: Abklärung Standort, solle ein Zentraler Standort sein im Zentrum, z.B. auf dem Zeughausareal oder hier nebenan in der Landihalle, oder doch besser im Buchholz, in einer temporären Turnhalle, die eigentlich abgerissen werden sollte? Der Entscheid fiel dann auf das Buchholz, aber auch stellten sich weitere Fragen: Erreichbarkeit, Parkplätze, Erschliessung, baurechtliche Machbarkeit, es brauchte im Eiltempo eine neue Baubewilligung, Heizen, Kühlen der Halle usw. Ich bin auch heute noch sehr dankbar, dass das so gut geklappt hat und alle, Stadt Uster, Spital Uster, GD, Projektteam und schliesslich auch Sie alle an einem Strick gezogen haben. Das zeigt mir: Krisen bewältigen wir - aber ich bin überzeugt, das geht nur miteinander.
In Uster wird das Impfzentrum noch als eines der wenigen Zentren im Kanton beibehalten. Auch wenn es für die nächsten Monate für Sie nicht mehr viel zu tun gibt, bleibt der Standort für den nächsten Herbst bestehen. Ich bin sehr froh darüber. Es zeigt, dass Uster ein sehr gutes Impfzentrum hat, es zeigt, dass Uster offenbar gut erreichbar ist und es zeigt mir, dass Uster für die Gesundheitsversorgung in diesem Kanton nicht nur jetzt sondern auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielt, spielen muss.
Ich habe gesagt, wir werden auch künftige Herausforderungen meistern. Ich spreche dabei auch die aktuelle Situation des Spital Uster in Zusammenhang mit der Spitalliste an. Sie alle hier im Saal setzen sich tagtäglich für eine gute Gesundheitsversorgung ein, sei das während Pandemiezeiten, aber auch sonst. Als Stadtpräsidentin werde ich mich daher vehement dafür einsetzen, dass die Gesundheitsversorgung in Uster eine Zukunft haben wird. Wir haben auch als Stadt und Region ein vitales Interesse daran.
Ich muss wohl nicht betonen, dass die Corona-Pandemie nicht das einzige grosse Thema derzeit ist. Aber mit der Erfahrung, die wir mit dem Impfzentrum Uster gemacht haben, bin ich zuversichtlich, dass wir auch zukünftige Herkulesaufgaben meistern werden.
Dank einer guten Zusammenarbeit aller Beteiligten, dank engagierten Menschen mit Ideen und Visionen und vor allem, dank Ihnen allen, die mithelfen, einen Betrieb zu stemmen und die anfallenden Aufgaben umzusetzen.
Ich wünsche Ihnen weiterhin einen vergnügten, tollen Abend.

